Darm Gesundheit & Mikrobiom


Der Darm ist neben der Haut das Organ, das unser Körperinneres von der äusseren Umwelt abgrenzt. Er ist nicht nur für die Nahrungsverarbeitung und die Aufnahme von Nährstoffen zuständig, sondern er schützt uns auch vor schädlichen Eindringlingen. Dadurch beeinflusst er massgeblich unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.
 

Der Darm besteht aus drei Komponenten, die zusammen ein gut funktionierendes Abwehrsystem nach aussen bilden:

  • Darmflora                   (Mikrobiom ca. 1,5kg)
  • Darmschleim              (Mukus)
  • Darmschleimhaut       (ca. 400 m2)

Wichtig ist auch zu wissen, dass fast 80 % aller Immunzellen sich direkt hinter der Darmschleimhaut befinden und der Darm somit zentral für unser Immunsystem ist.
 

Wie wichtig ist die Darm Gesundheit?
Chronische Krankheiten, Stress, Umweltgifte, Medikamente (z.B. Antibiotika) oder auch eine unausgewogene Ernährung können die physiologische Darmflora und die Darmschleimhaut schädigen und dadurch unser Immunsystem schwächen. Darm-Dysbalancen (Dysbiose) begünstigen:

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z.B. Laktose-, Fruktose-, Histamin-, Glutenintoleranz)
  • ​​​​​​Autoimmunerkrankungen (z.B. Allergien, Heuschnupfen, Asthma)
  • chronische Erkrankungen und Entzündungen (z.B. Leaky Gut, Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Stoffwechselerkrankungen (z.B. Übergewicht, Diabetes Typ 2)
  • Psychische Erkrankungen (z.B. Depressionen, Angststörungen) 
    Neuste Studien1 zeigen, dass die Darmflora eng mit dem Gehirn kommuniziert, unsere Emotionen beeinflusst und auch bei der Wirkung von Medikamenten eine Rolle spielt. 1 Prof. Dr. Gregor Hasler, Die Darm-Hirn Connection, Klett-Cotta Verlag, 4. Auflage, Jahr 2022

 

Welche lebenswichtigen Funktionen übernimmt das Mikrobiom?

  1. Unterstützung in der Verdauung und Nähstoffaufnahme
  2. Training des Immunsystems und Schutz vor krankmachenden Keimen
  3. Kommunikation mit dem Gehirn und Einfluss auf Stimmung, Stressreaktion und Psyche
  4. Schutz vor Entzündungen und dem Eindringen schädlicher Stoffe in den Körper
  5. Spielt eine entscheidende Rolle in den ersten 1000 Tagen für die Entwicklung von Säuglingen
     

In meiner Praxis...
... erstelle ich anhand von Stuhlanalysen2 und ausführlichen Anamnesegesprächen ein individuelles Behandlungskonzept, das unter anderem folgende Aspekte umfasst:  2 Ortho-Analytic AG, medizinisches Labor

  1. Ernährung
    Je nach Krankheitsbild ist eine gezielte Ernährung erforderlich. Häufig erfolgt in einer ersten Phase eine kurzfristige Ernährungsanpassung, um die Symptome zu verbessern. Langfristig wird eine nachhaltige Ernährungsumstellung angestrebt, die sowohl die persönliche Lebenssituation als auch individuelle Krankheitsprozesse berücksichtigt.
     
  2. Arzneimittel
    Mein Behandlungskonzept ist in verschiedene Phasen mit aufeinander abgestimmten Abläufen gegliedert. Dabei kommen unter anderem zum Einsatz:

    - homöopathische
    - phytotherapeutische
    - orthomolekulare &
    - diverse naturheilkundliche Arzneimittel (z.B. Sanum, Isopathie, Spenglersan, Gemmotherapie, Spagyrik, Schüssler-Salze)

    Je nach Verlauf und Krankheitsprozess werden weitere naturheilkundliche Arzneimittel eingesetzt:

    - Präbiotika    (Nahrung für die Darmbakterien)
    - Probiotika    (z.B. Milchsäurebakterien)

    Ist das Immunsystem am Krankheitsprozess beteiligt, kommen immunmodulierende Arzneimittel zum Einsatz. Je nach Arzneimittel und Dosierung können diese das Immunsystem stärken (z.B. bei chronisch rezivierenden Erkrankungen) oder überschiessende Reaktionen dämpfen (z.B. bei Allergien oder Autoimmunerkrankungen).
     
  3. LifeStyle
    Damit jede Zelle optimal mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird, erarbeiten wir gemeinsam alltagstaugliche Massnahmen in den folgenden Bereichen: 

    a) Bewegung & Atmung
    b) Schlaf
    c) Ressourcenstärkung
    d) Mentale Gesundheit
    e) Kneipp-Anwendungen
    f) Fasten
     

Gerne berate ich Sie individuell und persönlich:

  • präventiv - zur Erhaltung Ihrer Gesundheit
  • begleitend zu Operationen oder medizinischen Interventionen
  • bei bestehenden Erkrankungen.